Kontakt-, Informations- und Präventionsstelle
gegen sexualisierte Gewalt
an Mädchen und Jungen im Rhein-Erft-Kreis
Beistand leisten
Freio - so bezeichnen spielende Kinder häufig den Ort, an dem sie in Sicherheit sind. Ein selbstgewählter Schutzraum, der von allen MitspielerInnen als Tabuzone akzeptiert wird.
Die Möglichkeit, sich in Schutzräume zurückzuziehen, haben Kinder überall dort nicht, wo sie Opfer sexualisierter Übergriffe durch Erwachsene werden.
Der Verein "Freio" hat sich zum Ziel gesetzt, auf die Notsituation dieser Mädchen und Jungen hinzuweisen und gleichzeitig eine Institution des Schutzes zu sein, die unbürokratische Hilfe und Beistand leistet.
Entsetzen und Unsicherheit
Die Problematik der sexualisierten Gewalt an Kindern und Jugendlichen rückt zunehmend in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. In den meisten Fällen ist der Täter oder die Täterin dem Kind bekannt.
Die Abhängigkeit des Kindes und sein Bedürfnis nach Zuwendung und Nähe nutzen die meist erwachsenen Täter oder Täterinnen aus, um ihre Macht- und Dominanzgefühle und ihre sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen. Das Kind ist dem Geschehen ausgeliefert und wird durch Scham und Schuldgefühle und durch Schweigegebote systematisch daran gehindert sich Hilfe zu suchen.
Die Not des Kindes spiegelt sich in dem hilflosen Entsetzen derjenigen, die bei einem Kind sexualisierte Gewalt vermuten. Dieses Gefühl verunsichert mögliche HelferInnen. Wegsehen oder vorschnelles Handeln, welches irreparable Schäden anrichtet, sind oft die Folge.